Lehrexkursionen

Projekt für Schulen: Exkursionen

Die Gruppe der Berg- und Vulkanführer „Guide Alpine Etna Sud“ bietet neben ihren vielfältigen Aktivitäten das „PROJEKT FÜR SCHULEN“ an, das sich an Schüler/-innen jeden Schultyps richtet. Das Ziel des Projektes ist, Jugendlichen in Zusammenarbeit mit Schuleinrichtungen und den Familien ein angemessenes Bildungsangebot zu liefern. Das Gebirge als natürlicher Lernraum, ergänzt durch ein gezieltes Projekt, ist der ideale Rahmen, der den Jugendlichen die Möglichkeit bietet, menschlich zu wachsen und eine bewusste, harmonische und konstruktive Beziehung zu ihrer Umwelt aufzubauen.

Ziel des Projektes

• durch unmittelbares Erleben des Territoriums die BEWUSSTSEINSENTWICKLUNG über die Beziehungen zwischen den geologischen, biologischen Gegebenheiten und dem menschlichen Eingreifen, wie auch über den ständig wachsenden Einfluss des Menschen auf die Umwelt zu fördern

• sich der dringenden Notwendigkeit bewusst zu werden, bei der Planung von Maßnahmen zur langfristigen Erhaltung, bzw. zum Schutz vor geologischen Risiken, eine gewissenhafte und vorausschauende Haltung einnehmen zu müssen

• Wissen über die allgemeinen Inhalte und die multidisziplinären Problematiken, die die Natur- und die Geowissenschaften betreffen, über die Bedeutung einer intelligenten und nachhaltigen Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen, über direkte Informationsgewinnung und über mediale Informationen, kritisch und differenziert zwischen Beobachtungen, Tatsachen, Hypothesen und Theorien

 

Die Touren in Zahlen

• Naturlehrpfad „Pietra Cannone Monte Fontane“

Dauer – ca. 3 Std.

Höhenunterschied – 150 m

Max. Aufstiegshöhe – 1.200 m ü. d. M.

Beschreibung der Umgebung und ihrer Besonderheiten: erstarrte Lavaströme der Eruptionen aus den Jahren 1950/1951, 1971 und 1979, die die Bewohner der Ortschaften Fornazzo und Milo bedrohten; Blick auf das ganze Tal „Valle del Bove“ und auf die Gipfelkrater; Dykes, historische Lavaströme, Abdrücke von Baumstämmen

• Naturlehrpfad „Monte Nero degli Zappini”

Dauer – ca. 3 Std.

Höhenunterschied – 150 m

Max. Aufstiegshöhe – 1.800 m ü. d. M.

Beschreibung der Umgebung und ihrer Besonderheiten: Lavafelder und Eruptionsapparate aus verschiedenen Zeiten, Bäume und endemische Pflanzen, Höhle zur Konservierung von Schnee, Abdrücke von Baumstämmen

• Naturlehrpfad „Monti Sartorius”

Dauer – ca. 3 Std.

Höhenunterschied – 120 m

Max. Aufstiegshöhe – 1.770 m ü. d. M.

Beschreibung der Umgebung und ihrer Besonderheiten: großer Eruptionsapparat nach Art einer Knopflochleiste (entstanden während der Eruption1865) im größten Birkenwald des gesamten Vulkangebietes; Austrittsöffnungen effusiver Förderung und klaffende, syngenetische Hohlräume im Inneren der Krater; beachtlich große Exemplare vulkanischer Bomben und pyroklastisches Auswurfmaterial

• Naturlehrpfad „Monte Zoccolaro“

Dauer – ca. 3 Std. 30 Min.

Höhenunterschied – 250 m

Max. Aufstiegshöhe – 1.739 m ü. d. M.

 

Beschreibung der Umgebung und ihrer Besonderheiten: außergewöhnlich interessante Route auf dem südöstlichen Teil des Randes der Caldera „Valle del Bove“; Blick auf die Dykes und die großen Necks der Westwand; Überreste des „Trifoglietto“ und des „Calanna“, Eruptionsapparate, die dem jetzigen vorausgegangen sind; eindrucksvolle Vegetationsgebiete

 

• „Grotta Cassone”

Dauer – ca. 1 Std.

Höhenunterschied – unbedeutend

Gesamtlänge – ca. 200 m

Eingangshöhe – 1.400 m ü. d. M.

Beschreibung der Umgebung und ihrer Besonderheiten: während des Ausbruchs 1792 aus einem fließenden Lavastrom entstandener Lavatunnel; großräumige Umgebung, von daher leicht begehbar; durch Anschmelzung entstandene Stalaktiten, Rollen aus Lava und Fließebenen; Die Grotte wird von kleinen Fledertieren bewohnt.

• „Schiena dell’Asino – Targa Malerba”

Dauer – ca. 4 Std.

Höhenunterschied – 200 m

Max. Aufstiegshöhe – 2.000 m ü. d. M.

Beschreibung der Umgebung und ihrer Besonderheiten: Hochgebirgstour, idealer Blick auf die Gipfelkrater und auf die, während des Vulkanausbruchs 2002/2003 entstandenen Krater; Blick auf das ganze Tal „Valle del Bove“ und auf Eruptionszentren aus alten Zeiten; nicht-eruptive Spalten und Hangverlagerungen, die die heftigen Ausbrüche 2001 und 2003 hervorgerufen haben; eindrucksvoll die Vegetationsgebiete und besonders die Mondlandschaft der Lavawüste

• Eruptionsapparat aus dem Jahr 2001

Dauer – ca. 3 Std. 30 Min.

Höhenunterschied – 220 m

Max. Aufstiegshöhe – 2.100 m ü. d. M.

 

Beschreibung der Umgebung und ihrer Besonderheiten: Eruptionsspalte, Lavaströme, Lavakanäle und kleine Schlackenkegel; Amphibol in magmatischem Gestein; syngenetische Hohlräume in den Spalten; noch heiße Lava der Eruption 2003; Das Gebiet des Eruptionsschauplatzes lässt immer noch die durch den Ausbruch verursachten, verheerenden Schäden sichtbar werden.