Die Tierwelt des Ätna

Im Laufe der Jahre hat sich die artliche Zusammensetzung der Fauna immer mehr verändert. Wenn man nämlich die Artenvielfalt der letzten 100.000 Jahre betrachtet, müsste man so bedeutsame Tiere wie den sizilianischen Zwergelefanten mit in Betracht ziehen. Wenn man dagegen die Artenvielfalt der Fauna in den letzten 2.000 Jahre untersucht, wäre da schon eine Differenz festzustellen. Insbesondere Rothirsche, Damhirsche, Rehe, Wildschweine Raubvögel wie der Gänsegeier besiedelten das Gebiet. Leider hat sich in den letzten Jahrhunderten der Bestand stark reduziert. Die Gründe dafür sind sowohl anthropogene (menschliche) Eingriffe in das Ökosystem, als auch insbesondere die Vulkanausbrüche, die im Laufe der Jahre immer wieder stattgefunden haben. Dennoch konnten viele Säugetiere, Raubvögel, Reptilien und Insekten den erwähnten Belastungen standhalten und heute von großem Interesse für die Fauna des Ätna.

Wildkatze des Ätna

Aspisviper des Ätna (Vipera aspis hugyi)

 

Aus der Klasse der Säugetiere findet man folgende Arten auf dem Ätna: den Fuchs in den Wäldern, einige Exemplare der Wildkatze in Laubwäldern, sehr oft das Wiesel in flachen Gebieten, den Marder in Nadelholzwäldern, den Gartenschläfer in Nusshainen und Eichenwäldern, den Siebenschläfer in Laubwäldern und Nusshainen, das Stachelschwein vor allem auf bewachsenem Fels bis 1300m Höhe, den Igel in Wäldern, Macchien und unter Steinhaufen, sehr häufig den Feldhasen und das Wildkaninchen in Buschwerken und Nadelholzwäldern, sogar bis an die Vegetationsgrenze und den Abendsegler, eine Fledermausart in den Lavagrotten.

Aus der Klasse der Vögel findet man folgende Arten auf dem Ätna: den Turmfalken, den Buchfinken, den Fichtenkreuzschnabel, den Bussard und den Buntspecht in Wäldern, den Kolkraben an Felswänden, vor allem an denen des Valle del Bove, eine auf dem Ätna endemische Art des Steinhuhns vor allem in Gebieten mit karger Vegetation zwischen 800 m und 2000 m Höhe, die Sizilianische Schwanzmeise, ebenfalls eine endemische Vogelart am Rand der Wälder, und den Steinschmätzer in steinigen Gebieten bis 2000 m Höhe.

Die am häufigsten vorkommenden Reptilien sind die Schildkröte, der Gecko, die Sizilianische Ruineneidechse, sehr verbreitet und endemisch in der Gegend, die Smaragdeidechse, die Ringelnatter, die Gelbgrüne Zornnatter und die Viper, unentbehrlich für die Regulierung der Nagetierpopulation und gleichzeitig die einzige gefährliche Reptilienart, allerdings nur, wenn sie sich bedrängt fühlt.

Zum Schluss findet man aus der Klasse der Insekten u.a. Schmetterlinge, Libellen, Grillen, Zikaden, Bienen, Wespen, Spinnen, Ameisen, die alle eine wesentliche Rolle für das ökologische Gleichgewicht spielen.